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"Jud ist Jud ob mit, oder ohne Beine  und wenn wir den Juden nicht beseitigen und ausschalten, dann schaltet er uns aus" handschriftlicher Kommentar des Wehrmachtsbefehlshaber Friedrich Christiansen aus Föhr/Nordfriesland zum Gnadengesuch des jüdischen Schwerkriegsinvaliden van der Hal, umgebracht am 11. Juni 1943 im Vernichtungslager Sobibor (Quelle: Nederlands Instituut voor Oorlogsdocumentatie [Niederländisches Reichsinstitut für Kriegsdokumentation]). Der Vortrag vom Historiker und Juristen Dr. Klaus Bästlein behandelt die Biographie Friedrich Christiansens, die Tragödie von Putten und den Umgang mit dem heimgekehrten NS-Täter nach 1945 in Schleswig-Holstein.

Nordfriesland war nicht nur eine der NS-Hochburgen im faschistischen Deutschland. Es gab auch –leider nur vereinzelt – Widerstand gegen die NS-Ideologie und deren Umsetzung. Davon handelt der folgende Live-Mitschnitt eines Vortrags von Dr. Klaus Bästlein aus dem Jahr 2011. Anhand von zehn Beispielen zeigt Bästlein auf, dass es auch in Nordfriesland Widerstand gab. Das war keinesfalls klar - immerhin jubelten hier die Menschen in Massen Hitler zu. Im Dorf Wittbek nahm Adolf Hitler laut Husumer Nachrichten die Ehrenbürgerschaft an, da das Dorf fünfmal hintereinander mit allen Stimmen für die NSDAP gestimmt hatte.

Anfang 1983 brachen in Husum überlebende Häftlinge vor vielen Hundert Menschen das Schweigen über die KZ's in Nordfriesland. Parallel dazu entstand eine Ausstellung zum KZ Ladelund, die dort seit 1990 präsentiert wird. Doch seither herrschen Stillstand und Rückschritt. Unbequeme historische Fakten in Ausstellung und Begleitmaterial werden weggelassen und damit "entsorgt". Seit den Anstößen von 1983 wuchs eine weitere Generation in Nordfriesland auf, die von den schlimmsten Verbrechen seiner Geschichte nichts weiß. Fakten und Hintergründe dieses skandalösen Vorgangs werden in dem Beitrag von Dr. Klaus Bästlein klar und verständlich erklärt, Verantwortliche benannt und Perspektiven aufgezeigt.

Pastor Johannes Meyer und das KZ Ladelund

 

Pastor Johannes Meyer war eine schillernde Persönlichkeit. Er zählte vor 1933 zu den wichtigsten Nazi-Agitatoren in Ostpreußen, wurde 1944 mit dem KZ Ladelund konfrontierte und baute nach 1945 Brücken zu den Angehörigen der Opfer. Der umstrittene „Gedenkstättenbeauftragte“ der Nordkirche, Dr. Stephan Linck, schlug deshalb sogar vor, Meyer in einer neuen Ausstellung zum KZ Ladelund in den Mittelpunkt zu stellen. Kritiker halten das für „schwarze Pädagogik“, zumal Meyer stets ein Gegner der demokratischen Ordnung blieb.

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